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Blumenwiese

Eine reichlich blühende Blumenwiese ist ein wahrer Hotspot der Artenvielfalt und sehr klimafit! 

Leider sind bunte und vielfältige Wiesen – so wie man sie von früheren Zeiten kennt – heutzutage nur mehr selten zu finden.

Bei typischen Blumenwiesen handelt es sich um ein altes Kulturgut. Diese werden circa zweimal jährlich gemäht, aus dem Grasschnitt wird Heu produziert („Heuwiesen“).

Heute haben sich vermehrt Fettwiesen durchgesetzt, sie dienen als Futtermittel für die Tierhaltung, werden gedüngt und bis zu fünfmal pro Jahr gemäht. Erkennen kann man sie an der geringen Vielfalt an Pflanzen, wo vor allem der Löwenzahn und der scharfe Hahnenfuß dominieren.

Eine vielfältige Wildblumenwiese sollte möglichst nicht begangen werden und somit im Garten an Stellen ihren Platz finden, welche sich nicht zu nahe am Haus befinden. Sie sind aufgrund ihrer Vielfalt an Blumen und Kräutern ein wahrer Magnet für Schmetterlinge, Bienen und Co!

Typische Wiesenblumen in unserer Region: Glockenblumen, Margeriten, Flockenblumen, Schafgarben, Wiesensalbei, Wilde Möhren.

Diese beiden Fotos wurden am 22. Juli 22 am selben Standort innerhalb von 10 Metern Entfernung in Eggersdorf bei Graz aufgenommen.

Blumenwiesen sind hitze- und trockenheitsverträglicher als kurz gemähte Rasenflächen 
Besonders an heißen und trockenen Sommertagen ist gut erkennbar, dass die Blumenwiese im Gegensatz zu kurz gemähten Rasenflächen sehr robust ist. 
Längere Gräser können den Boden besser beschatten, er trocknet weniger aus und die größere Pflanzenmasse sorgt für Kühlung. Mähaktionen während Hitzeperioden führen zu Verbrennungen des Rasens.
Außerdem schränken stark gestutzte Rasenflächen das Wasseraufnahmevermögen des Bodens stark ein. Wenn es dann regnet, läuft das Wasser nur noch oberflächlich ab und das Überschwemmungsrisiko wird erhöht.
An heißen Tagen verlangsamt sich das Wachstum des Gräser und Wildkräuter ohnehin ganz deutlich.

Unterscheidung Kräuterrasen und Blumenwiese
Der Kräuterrasen wird öfters als die klassische Blumenwiese gemäht und kann wie ein konventioneller Rasen begangen und bespielt werden, ohne Schaden zu erleiden. Die Blumenwiese hingegen wird nur ca. 2-3 Mal jährlich gemäht.

 

Anlage einer Blumenwiese

Bei der klassischen Blumenwiese handelt es sich um eine Magerwiese. Sie entwickelt sich auf sonnigen und nährstoffarmen Böden. Das bedeutet, dass hier keine Humusauflage vorhanden sein sollte. Um den Boden abzumagern, kann die Erde mit Sand vermischt werden. Möchte man eine Blumenwiese neu anlegen, so muss der Boden frei von Bewuchs sein, damit sich die Pflanzen gut entwickeln können. 

Geduld ist jedenfalls erforderlich. Bis sich eine ausdauernde Vegetation einstellt, kann es mehrere Jahre dauern. Beim Bezug von Saatgut ist darauf zu achten, dass es sich um regionaltypische heimische Wildblumen handelt. Spezielle Fachbetriebe bieten ein solches Saatgut an, hier wäre als Beispiel „Voitsauer Wildblumensaatgut“ zu nennen.

 

Pflege 

Auf kleineren Flächen wird im Idealfall mit der guten alten Sense gemäht. In der Steiermark bieten zum Beispiel „mysense“ oder die Firma Gartenrausch Sensenmähkurse an.
Auf größeren Flächen wird mit einem Mähbalken gemäht. Das ist nicht nur am Schonendsten für die sich darin befindlichen Tiere. Das hat auch damit zu tun, dass das Mähen des hohen Grases mit einem Rasenmäher nicht mehr möglich ist.

Je nach Witterung und Nährstoffgehalt kann man als Richtwert von ein bis drei Mahden jährlich ausgehen.

Wichtig ist, dass das Mähgut immer abtransportiert wird. Die Artenvielfalt ist besonders groß, wenn der Boden nährstoffarm bzw. mager ist. Somit ist auch keine zusätzliche Düngung erforderlich bzw. gar kontraproduktiv.

Download Broschüre Blühflächen

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