Ökologie von Obstbäumen

Besonders hochstämmige, ausgewachsene, ältere Obstbäume, wie sie häufig in Streuobstwiesen zu finden sind, bieten vielen Tieren Lebensraum, Nistplatz, Nahrung und Schutz und sind daher von besonders hohem ökologischen Wert. Viele Vogelarten nisten in deren Asthöhlen oder Astgabeln und holen sich Nahrung (Spinnen, Insekten und Kleinlebewesen) aus Rindenspalten.

Weitere Tierarten, die von Obstbäumen profitieren: Fledermäuse, Stein- und Baummarder, Bussarde, Eulen, Mäuse, Wiesel, Igel, Laubfrösche, Erdkröten, Blindschleichen, Ringelnatter, Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln, Wanzen, Florfliegen….

Hinweis: Die sogenannte Schädlinge (Läuse, Milben, Raupen) sind wichtig für den Nahrungskreislauf! Daher sollten sie nicht beseitigt werden, stattdessen ist es besser, für viele Nützlingsunterkünfte zu sorgen, die Natur regelt das von alleine!

Tipp: Wildobstbäume müssen nicht veredelt werden, brauchen wenig Pflege und v.a. keinen regelmäßigen Schnitt. Sie sind robust, im allgemeinen gesund und vermehren sich selbständig.

Zu den Wildobstbäumen zählen: Hauszwetschke, Weingartenpfirsich, Quitten, Speierling, Kriecherl, Eberesche, Felsenbirne,…

Besonders jungeObstbaumscheiben sollten immer gemulcht oder bepflanzt (Knoblauch, Buchweizen, Kapuzinerkresse, Schmetterlingsblütengewächse, Erdbeeren, Wildkräuter,…) werden. Hingegen sollte man gewöhnliche Gräser hier nicht wachsen lassen, da diese den Jungbäumen zu viele Nährstoffe rauben.

Die Streuobstwiese von Edeltrauds und Erikas Eltern in Fehring: